Aufrufe & Appelle

Hervorgehoben



Bis hierher und nicht weiter! Wir protestieren gegen die rechtswidrigen Sanktionen gegen Oberst Jacques Baud und den Kriegskurs der EU


Fordert die Freilassung des sozialistischen Kriegsgegners Bogdan Syrotiuk aus einem ukrainischen Gefängnis!


Waffenstillstand sofort! Sofortiger Stopp aller Waffenlieferungen an die Ukraine! Kein Krieg gegen Russland! Abzug aller Atomraketen aus Europa!


Freiheit für Julian Assange! Aufruf des Komitees zur Verteidigung von Julian Assange und Chelsea Manning …


Kein Krieg gegen den Irak! – Kein Blut für Öl und Macht! Aufruf der Initiative gegen den Irak-Krieg vom November 2002…


Raketen mit Mehrfachsprengköpfen oder Streumunition?

Von Peter F. Mayer – 13. März 2026

USA und Israel bemühen sich mit Fake News nach der Bombardierung einer Mädchenschule wieder Boden gutzumachen. Die Verwendung von Mehrfachsprengkörpern in fortgeschrittenen iranischen ballistischen Raketen wurde versucht als verbotene Streumunition darzustellen. Das Bild zeigt die Submunition eines Mehrfachsprengkopfes nach der Freigabe.

TKP hat kürzlich über die israelische Propaganda berichtet. Wie nahezu alle deutschsprachigen Leit- und Qualitätsmedien übereinstimmend berichten™, so habe der Iran bei seinen Angriffen auf Israel u.a. international geächtete Streumunition eingesetzt. Hier als pars pro toto aus dem ORF-Beitrag, der mehr oder minder unverblümt eine Agenturmeldung der Deutschen Presseagentur wiederkäut (meine Hervorhebung):

Bei rund der Hälfte aller auf Israel abgefeuerten Raketen hat der Iran israelischen Angaben zufolge Streumunition, die international weitgehend geächtet ist, eingesetzt. Das teilte das israelische Militär heute auf dpa-Anfrage mit.

Streumunition überzieht große Flächen unkontrolliert mit Sprengkörpern und ist besonders gefährlich für Zivilisten.

Im Gegensatz zur israelischen und westlichen Propaganda verwendet der Iran aber keine Streubomben, sondern unter anderem die intelligente Rakete Khorramshahr-4. Dabei handelt es sich um eine Mutterrakete, die 80 Submunitionen aufnehmen kann, wobei jede Submunition die Fähigkeit besitzt, Ziele auszuwählen oder zu wechseln. Dies unterscheidet sich von Israels ungelenkten Streubomben, die hauptsächlich gegen Zivilbevölkerung in besiedelten Gebieten wie etwa in Gaza eingesetzt werden.

Der MIT-Physiker und Pentagon Berater Professor Theodore Postol zeigt in einem Video ein nicht explodiertes Exemplar von Submunition.

Sie muss offenbar von einem anderen Raketentyp als der Khorramshahr-4 stammen, denn sie enthält nur 3 kg Sprengstoff, so Postol im Video.

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14. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 15:15 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 13. März 2026

Der koloniale Krieg gegen das Land dauert nun schon in unterschiedlicher Intensität 120 Jahre, wie Alex Krainer erklärte, könnte sich nun aber langsam dem Ende zuneigen. Hier die Ereignisse des 14. Tages des erneuten Angriffs Israels und der USA gegen das Land.

Seit gestern Abend um 22:00 Uhr deutscher Zeit hat sich der anhaltende Krieg gegen den Iran mit wechselseitigen Angriffen weiter zugespitzt. In der Nacht und am frühen Morgen des 13. März 2026 meldeten iranische Staatsmedien mehrere Explosionen in Teheran, die auf eine neue Welle israelischer Luftangriffe zurückgehen; Israel sprach dabei von der Zerstörung von mehr als 200 Zielen im Westen und Zentrum des Landes. Unter den Opfern sind wieder in erster Linie Zivilisten.

Gleichzeitig feuerte die iranische Revolutionsgarde eine Vielzahl von Raketen auf Israel und US-Streitkräfte ab; in Israel wurden nach einem Treffer in einem Wohngebiet im Norden des Landes mindestens 58 Personen verletzt und hospitalisiert. Alle anderen Treffer unterliegen der strengen Zensur.

Ein US-Tankflugzeug vom Typ KC-135 stürzte im westlichen Irak ab, ein weiteres wurde beschädigt; dies ist bereits der vierte Verlust eines US-Flugzeugs seit Kriegsbeginn. Nicht gerechnet mehrere superteuren hochfliegenden Drohnen. Die angreifende Koalition beschießt weiterhin den Iran von außerhalb seines Hoheitsgebiets mit weitreichenden Raketen, was auf eine immer noch aktive Luftabwehr hindeutet, und die Kosten der Angriffe in die Höhe treibt.

Bei einem Drohnenangriff iranisch gestützter Milizen im Irak kam ein französischer Soldat ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. An mehreren Stellen werden Angriffe auf US-Basen im Irak berichtet. Offensichtlich ist die Wut der Menschen über den Krieg kaum noch eindämmbar.

Auch Al Jazeera berichtet noch einmal über die Rede des neuen iranische Staatsoberhauptes und religiösen Führers Mojtaba Khamenei der nach dem Bericht die Schließung aller US-Stützpunkte in der Region forderte, andernfalls drohe eine Fortsetzung der Angriffe; zugleich habe er die Blockade der Straße von Hormus bekräftigt, die den Schiffsverkehr weitgehend lahmlegt und die Ölpreise (Brent) auf über 100 Dollar pro Barrel treibt. Iranische Drohnenangriffe richteten sich zudem gegen Ziele in Saudi-Arabien, Bahrain, Oman, Dubai und Kuwait, wo mehrere Drohnen abgefangen wurden und vereinzelt zivile Schäden entstanden.

US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Interview, der Krieg laufe „sehr gut“, während Israels Ministerpräsident Netanyahu weitere Eskalationen im Libanon androhte.

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Unter Beschuss

Von German-Foreign-policy.com – 13. März 2026

Die USA sind auf militärische Eskorten für Tankschiffe in der Straße von Hormuz „nicht vorbereitet“. Europäische Truppen geraten in Mittelost zunehmend unter Beschuss. Bündnis zwischen Europa und den arabischen Golfstaaten ist im Gespräch.

Versuche der Vereinigten Staaten, die Sperrung der Straße von Hormuz mit militärischen Eskorten von Tankschiffen zu brechen, verzögern sich und werden frühestens Ende März beginnen. Dies teilt US-Energieminister Chris Wright mit. Zur Begründung erklärt Wright: „Wir sind ganz einfach noch nicht vorbereitet.“ Demnach haben die Vereinigten Staaten Iran überfallen, ohne sich eine Antwort auf dessen schon lange angekündigte Hauptabwehrmaßnahme zurechtzulegen. Die Energiekrise spitzt sich weiter zu; der Ölpreis überstieg am Donnerstag erneut die Schwelle von 100 US-Dollar pro Barrel. Für Deutschland und die EU kommt hinzu, dass nicht nur Qatar kriegsbedingt als Lieferant von Flüssiggas ausfällt, sondern womöglich auch Russland, das immer noch rund ein Siebtel aller EU-LNG-Importe stellt; Moskau zieht es in Betracht, die Lieferungen etwa nach Indien oder Bangladesch umzuleiten. Zugleich geraten zunehmend auch Stellungen europäischer Truppen in Nah- und Mittelost unter Beschuss. Die Kritik am Iran-Krieg nimmt in der EU zu; die Staaten Europas könnten sich mit den Ländern der Arabischen Halbinsel zusammentun, heißt es – und dort an die Stelle der USA treten.

Wir sind nicht vorbereitet“

Ein Ende der Energiekrise nach der Sperrung der Straße von Hormuz (german-foreign-policy.com berichtete [1]) ist nicht in Sicht. Irans neuer Oberster Führer, Mojtaba Khamenei, teilte am gestrigen Donnerstag in seiner ersten Stellungnahme nach seiner Ernennung mit, „der Hebel der Schließung der Straße von Hormuz“ müsse „weiterhin benutzt werden“.[2] Nach mutmaßlich iranischem Beschuss schlossen zuletzt Irak und Oman Exportterminals für Öl; das omanische Terminal im Hafen von Mina al Fahal liegt außerhalb des Persischen Golfs jenseits der Straße von Hormuz und hätte, wäre nicht durch die Angriffe seine Schließung erzwungen worden, Öllieferungen aufrechterhalten können. US-Energieminister Chris Wright hat am Donnerstag erklärt, „wahrscheinlich“ würden die US-Streitkräfte ab Ende März mit Kriegsschiffen Öl- und Flüssiggastanker durch die Straße von Hormuz eskortieren.[3] Ein früherer Zeitpunkt sei nicht möglich: „Wir sind ganz einfach noch nicht vorbereitet.“ Seine Aussage belegt einmal mehr, dass die Trump-Administration den Krieg gegen Iran miserabel geplant und in blinder Selbstüberschätzung begonnen hat. Das wird jetzt zur Gefahr für die Weltwirtschaft. Der Ölpreis pendelte am Donnerstag – am Tag nach der Freigabe eines Drittels der strategischen Ölreserven des Westens – erneut bei 100 US-Dollar.

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Europäischer Imperialismus schließt sich USA und Israel beim illegalen Krieg gegen Iran an

Von Alex Lantier – 13. März 2026

Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran weitet sich rasch zu einem regionalen – und zunehmend globalen – Flächenbrand mit mehreren Fronten aus. Der Krieg breitet sich im gesamten Nahen Osten aus und zieht die imperialistischen Mächte Europa immer direkter in militärische Operationen hinein.

Im Nahen Osten hat Israel seine Operationen über den Iran hinaus auf den Libanon ausgeweitet. Das israelische Militär greift laufend Ziele im ganzen Libanon an, darunter auch dicht besiedelte Wohngebiete im Zentrum von Beirut. Über 800.000 Menschen wurden zur Flucht gezwungen, mehr als 600 Menschen wurden getötet und 1.444 verletzt.

Der Konflikt erschüttert bereits die Weltmärkte und treibt die Preise in die Höhe. Die Straße von Hormus, durch die ein erheblicher Teil der weltweiten Öltransporte verkehrt, ist zu einem Brennpunkt direkter Konfrontationen geworden.

Gleichzeitig beteiligen sich die europäischen imperialistischen Mächte unter dem falschen Vorwand des „Schutzes der Seewege“ und der „Verteidigung von Stützpunkten“ sowohl politisch als auch militärisch an dem Konflikt.

Am Dienstag besuchte der französische Präsident Emmanuel Macron den französischen Flugzeugträger Charles de Gaulle, der im Kriegsfall atomar bewaffnete Flugzeuge einsetzen kann. Macron gab dort bekannt, dass Frankreich eine europäische Flotte im Nahen Osten anführen werde. Kaum eine Woche, nachdem er eingeräumt hatte, dass der Krieg der USA und Israels gegen den Iran „außerhalb des Völkerrechts“ geführt werde, orientierte er Frankreich und seine europäischen Verbündeten auf eine Beteiligung an diesem illegalen Krieg.

Angesichts dessen, dass Macron den Krieg für illegal erklärt hatte, kommen einem verschiedene Aussagen in den Sinn, die er hätte machen können. Doch hat er erklärt, dass Frankreich sich gegen den Krieg stellen würde? Hat er die Verbrechen des amerikanischen und israelischen Militärs gegen das iranische Volk kritisiert, etwa das Massaker an 160 Schülerinnen in Minab, die Bombardierung von Krankenhäusern und die Verpestung der Luft im Iran durch die Bombardierung iranischer Treibstoffdepots? Hat er angekündigt, dass französische Luftwaffenstützpunkte für amerikanische Kampfflugzeuge geschlossen würden? Nein, nichts dergleichen.

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Pentagon-Untersuchung: Mädchenschule in Minab wurde von US-Rakete getroffen

Von Kevin Reed – 13. März 2026

Laut einem Bericht der New York Times kommt eine interne Untersuchung des Pentagon zu dem vorläufigen Ergebnis, dass das US-Militär am ersten Tag des illegalen Krieges der Trump-Regierung gegen den Iran in der Stadt Minab ein Kriegsverbrechen verübt hat.

Die Enthüllungen der Times basieren auf Aussagen von „US-Regierungsvertretern und anderen mit den vorläufigen Ergebnissen vertrauten Quellen“. Sie zeigen, dass der Angriff, bei dem mindestens 150 Kinder getötet wurden, Teil des verbrecherischen Kriegs war, dessen strategisches Ziel die koloniale Unterwerfung des Iran durch den US-Imperialismus ist.

Am Samstag, dem 28. Februar, dem ersten Tag des Kriegs gegen den Iran, wurde die Mädchengrundschule in Minab in der Provinz Hormosgan während der Unterrichtszeit von einem Präzisionsangriff mit Raketen vernichtet. Laut Zeugenaussagen wurde die Schule dreimal hintereinander angegriffen, wodurch das Dach einstürzte und die Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren sowie ihre Lehrkräfte unter sich begrub.

Laut iranischen Medien und offiziellen Vertretern des Landes wurden zwischen 168 und 180 Menschen getötet, darunter mindestens 150 Schülerinnen. Damit handelt es sich um den bisher tödlichsten Angriff auf Zivilisten in der Anfangsphase des Konflikts.

Die Mädchengrundschule befand sich in einer ehemaligen Militäranlage, die schon Jahre vor dem Krieg zu einer Schule umgebaut wurde. Sie grenzt zudem an die Marineeinrichtung Sayyid al-Shuhada an, die von den Seestreitkräften der Islamischen Revolutionsgarde genutzt wird. Laut der New York Times und anderen Medien begannen die Angriffe am 28. Februar etwa zu der Zeit, zu der die Kinder samstags (im Iran ein Werktag) üblicherweise an der Schule eintreffen oder bereits in den Klassenzimmern sitzen. Diese Tatsache verdeutlicht, dass die Schule vermutlich voll besetzt war.

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Warum hat die Mehrheit der Staaten der Welt den Iran vor der UNO verurteilt?

Von Andrew Korybko – 12. März 2026

Das Fehlen bedeutender wirtschaftlicher Beziehungen zum Iran hat dazu geführt, dass die meisten Länder jede Resolution gegen den Iran unterstützen würden, wenn sie inoffiziell gezwungen wären, sich zwischen der Islamischen Republik und den Golfstaaten zu entscheiden, von denen sie in gewissem Maße für ihre Energieimporte abhängig sind, meint unser Autor.

Der UN-Sicherheitsrat hat gerade eine Resolution verabschiedet, in der der Iran für seine Angriffe auf die Golfstaaten, darunter auch auf zivile und Wohngebiete, verurteilt wird, während Russland und China sich wie schon bei der Resolution zu Gaza im vergangenen Herbst der Stimme enthalten haben, da ihre arabischen Partner diese beiden Maßnahmen unterstützen. Russland schlug einen zweiten Entwurf vor, der laut seinem ständigen Vertreter „auf eine dringende Deeskalation der Lage abzielt … (und) einfach, direkt und unmissverständlich ist und bewusst keine Konfliktparteien namentlich nennt“.

Die USA legten erwartungsgemäß ihr Veto ein, weshalb sich Russland und China gezwungen sahen, sich bei der Abstimmung über den ursprünglichen Entwurf der Stimme zu enthalten. Dennoch zeigte dies, dass Russland sein Möglichstes [wirklich?; die Red.] tat, um den Iran im UN-Sicherheitsrat zu unterstützen. Die Resolution, die schließlich verabschiedet wurde, wurde von sage und schreibe 135 Ländern unterstützt, was der Korrespondent von Al Jazeera als „die größte Anzahl von Ländern, die jemals einen Resolutionsentwurf des Sicherheitsrats mitgetragen haben“ bezeichnete. Die Gründe für diese historische Verurteilung des Iran sind ziemlich eindeutig.

Einfach ausgedrückt: Der Großteil der Welt ist in gewissem Maße von Energieimporten aus den Golfstaaten abhängig, während der Iran den meisten von ihnen so gut wie nichts liefert, da außer China nur wenige bereit sind, sich den sekundären Sanktionsdrohungen der USA zu widersetzen, indem sie in nennenswertem Umfang mit ihm Handel treiben. Sie haben daher viel mehr durch die Unterbrechung der Energieexporte der Golfstaaten aufgrund der iranischen Angriffe gegen sie zu verlieren als durch die gemeinsamen Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die die Islamische Republik verwüsten.

Das Fehlen jeglicher bedeutender wirtschaftlicher Beziehungen fast aller Staaten zum Iran zu Beginn des Dritten Golfkriegs steht in scharfem Kontrast zu den Beziehungen, die die Mehrheit der Staaten zu Russland zu Beginn des NATO-Stellvertreterkriegs mittels der Ukraine gegen Russland, der vor vier Jahren eskalierte. Damals und bis heute waren viele von ihnen in gewissem Maße von dessen Agrar-, Energie- und/oder Düngemittelexporten abhängig, weshalb sie sich alle in gewisser Weise den sekundären Sanktionsdrohungen der USA widersetzten.

Obwohl die Mehrheit der Staaten bei der UN-Generalversammlung für eine Verurteilung Russlands gestimmt hat, haben alle Länder, einschließlich der EU, ihre Rohstoffimporte aus Russland in gewissem Umfang beibehalten. Sie und ihr US-amerikanischer Schutzherr haben sich zwar auf eine sogenannte „Preisobergrenze“ zur Begrenzung der russischen Ölgewinne geeinigt, aber der Punkt ist, dass selbst sie anerkannt haben, dass die Welt nicht weiter funktionieren könnte, wenn diese Exporte sofort eingestellt würden. Die USA haben seitdem versucht, alle davon zu entwöhnen, aber angesichts der globalen Ölkrise ist dies nicht länger möglich.

Auf jeden Fall lässt diese Erkenntnis rückblickend den Schluss zu, dass die Missachtung der sekundären Sanktionsdrohungen der USA durch die Weltmehrheit in Bezug auf die Aufrechterhaltung des Handels mit Russland durch ihre Eigeninteressen motiviert war und nicht durch ihr kollektives Bekenntnis zu einem nebulösen multipolaren Prinzip. Das Gleiche gilt auch für die Frage, warum die meisten von ihnen gerade den Iran bei der UNO verurteilt haben, indem sie die jüngste Resolution des Sicherheitsrats mitgetragen haben, was ebenfalls in ihrem Interesse lag, auch wenn dies einige Befürworter der Multipolarität [verständlicherweise; die Red.] enttäuscht haben mag.

Letztendlich war es aufgrund der fehlenden bedeutenden wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran vorprogrammiert, dass die Mehrheit der Welt jede Resolution gegen das Land unterstützen würde, wenn sie inoffiziell gezwungen wäre, sich zwischen der Islamischen Republik und den Golfstaaten zu entscheiden, von denen sie in gewissem Maße für ihre Energieimporte abhängig sind. Das ist die kalte Realität der internationalen Beziehungen, die den wohlmeinenden Aktivisten, die die Funktionsweise der Welt verändern wollen, auf unangenehme Weise vor Augen führt, dass dies viel leichter gesagt als getan ist.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors.

[Zum Originalbeitrag in englischer Sprache auf dem Substack-Blog des Autors.

Zum Autor: Andrew Korybko ist ein in Moskau lebender US-amerikanischer politischer Analyst, der sich auf die geopolitische Entwicklung sowie insbesondere den globalen systemischen Übergang zur Multipolarität spezialisiert hat.

13. Tag im Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran (Ticker 14:15 Uhr)

Von Peter F. Mayer und Jochen Mitschka – 12. März 2026

Der gestrige Tag endete mit einer Meldung, die wenig beachtet wurde, aber größere Bedeutung haben könnte, nämlich dass Spanien seinen Botschafter aus Tel Aviv abberufen hat. Aus diplomatischen Gepflogenheiten ist anzunehmen, dass nun Israel auch seinen Botschafter aus Spanien abzieht. Dies bedeutet mehr als sofort zu erkennen ist. Statement des neuen religiösen und staatlichen Oberhaupts Mojtaba Khamenei.

Mit dem Abzug des israelischen Botschafters hat Spanien alle Voraussetzungen erfüllt, welche der Iran für den freien Durchgang zur die Meerenge vor seiner Küste, die Straße von Hormus, aufgestellt hat. D.h. von diesem Augenblick an könnten Schiffe unter spanischer Flagge Öl von den noch intakten Verladestationen der Anrainerstaaten nach Europa bringen. Denn Spanien hat der angreifenden Koalition verweigert, das eigene Staatsgebiet für den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg zu nutzen, was ja prompt zu einer Wirtschaftsblockade durch die USA führte. Und durch die de facto Ausweisung des Botschafters die letzte Bedingung erfüllt. Was ist nun zu erwarten?

Sollte Israel den diplomatischen Gepflogenheiten folgen, und daraufhin Tanker unter spanischer Flagge versuchen die Straße von Hormus zu benutzen, könnte dies die Situation am Ölmarkt entspannen. Vermutungen, dass Israel oder die USA die Tanker selbst angreifen, um Spanien zu bestrafen bestehen, sind aber wenig begründet, weil auch chinesische Tanker das Gebiet passieren konnten, ohne angegriffen zu werden. Auch Schiffe von Bangladesh dürfen passieren.

Hintergründe für den vorsätzlichen Angriff auf die Mädchenschule in Minab

Wie immer klarer wird haben US und Israel den Angriff bewusst und vorsätzlich auf kleine Kinder ausgeführt. Bei Mädchen handelt is um Töchter von Mitgliedern der IRGC, der Iranischen Revolutionsgarde,. die das Rückgrat der militärischen Verteidigung des Iran bilden. Das war den Angreifern durchaus bewusst.

Es ist unfassbar barbarischer Akt mit Elementen von Sippenhaftung.

Wie bewusst der Angriff ausgeführt wurde zeigt, der sogenannte „double Tap“. Das ist ein zweiter Angriff, der so zeitlich versetzt wird, dass Retter und medizinisches Personal getroffen wird. Im Fall der Mädchenschule natürlich vor allem die Eltern der Kinder.

Wie man nur so tief sinken kann! […]

Der Krieg eskaliert weiter

Seit gestern Abend haben sich mehrere militärische Eskalationen ereignet. Nach Angaben israelischer Militärkreise haben der Iran und die Hisbollah erstmals gemeinsam einen massiven Raketen- und Drohnenangriff auf den Norden Israels gestartet. Woraufhin in Jerusalem und umliegenden Regionen Explosionen zu hören waren und die Luftabwehr in höchster Alarmbereitschaft war; die Bevölkerung wurde aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen.

Irakische Behörden meldeten einen Angriff auf zwei Öltanker im Persischen Golf, bei dem mindestens ein Mensch getötet wurde; der Vorfall führte zu einem Anstieg der Ölpreise, die zwischenzeitlich wieder etwas gesunken waren, nachdem große Staaten erklärten, die strategischen Ölreserven frei zu geben.

Iranische Streitkräfte bekannten sich zu einem Drohnenangriff auf ein Gebäude in Dubai, während israelische Drohnenangriffe in Teheran mindestens zehn Mitglieder der Basidsch-Miliz getötet haben sollen. Israel setzte auch seine Luftangriffe auf Ziele in Teheran und Beirut gegen angebliche „Hisbollah“-Stellungen fort, was zu weiteren Explosionen in beiden Städten führte.

Zählung der Kriegstage

Während manche Medien den 12. Tag des Angriffskrieges zählen, ist es nach Ansicht von TKP der 13. Tag.

fast alle aktuellen deutschen Live-Ticker und Medien nennen den heutigen 12. März explizit als den „12. Tag des Irankriegs“ oder „zwölften Tag in Folge“. Beispiele: BILD: „Tag 12 im Iran-Krieg“ (aktueller Artikel vom 12. März). Kurier: „Tag 12“ (Lagebericht). BR-Ticker: „Die USA und Israel setzten am Mittwoch den zwölften Tag in Folge ihre Angriffe fort“. Wenn man den Wikipedia-Eintrag und die exakten Startberichte nimmt, ist heute der 13. Tag. Wenn man der Berichterstattung von BILD, BR, Kurier & Co. folgt, ist es der 12. Tag. Wenn man de Tage zählt mit Start 28. Februar, dann kommen wir auf den 13. Tag.

USA drängen auf Waffenstillstand, da iranische Raketenangriffe massive Schäden verursachen

Mangelnde Luftabwehr lässt Ziele ungeschützt. Der Krieg mit dem Iran entpuppte sich als ein Konflikt mit einem Gegner, wie ihn die US-Streitkräfte noch nie zuvor erlebt hatten, so eine aktuelle Einschätzung von Bloomberg.  Darin wird hervorgehoben, dass Versuche, den Verlauf der Feindseligkeiten durch schnelle Angriffe mit überwältigender Gewalt rasch unter Kontrolle zu bringen, nicht zu den gewünschten Ergebnissen führten. Westliche Analysten haben darauf hingewiesen, dass sich der jahrelange Aufbau von Raketen- und Drohnenarsenalen durch den Iran sowie deren Verteilung und Verbergung in Einrichtungen im ganzen Land als äußerst effektiv erwiesen haben.

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US- und NATO-Militärbasis in Ramstein schließen

Von Sevim Dagdelen – 12. März 2026

Die US- und NATO-Basis Ramstein ist ein zentraler Knotenpunkt US-amerikanischer Militärpolitik in Europa. Von hier aus werden Kriege koordiniert, die nicht nur das Völkerrecht infrage stellen, sondern auch Deutschland politisch und sicherheitspolitisch in Haftung nehmen. Die Debatte über Ramstein führt deshalb zu einer grundsätzlichen Frage: Welche Rolle spielen US-Militärbasen und die NATO im globalen Machtsystem der Vereinigten Staaten – und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für Frieden und Sicherheit in Deutschland?

Zur Führung des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der USA und Israels gegen den Iran nutzen die Vereinigten Staaten insbesondere auch die US- und NATO-Basis im rheinland-pfälzischen Ramstein. Obwohl der Verstoß der USA gegen das Friedensgebot des Grundgesetzes offenkundig zu sein scheint, kann die Bundesregierung keinerlei Fehlverhalten Washingtons erkennen. Dabei ist Artikel 26 Abs. 1 GG, der besagt: „Handlungen, die geeignet sind und in der Absicht vorgenommen werden, das friedliche Zusammenleben der Völker zu stören, insbesondere die Führung eines Angriffskrieges vorzubereiten, sind verfassungswidrig“, denkbar klar.

Die US-Militärbasen in Deutschland, obwohl formal im Geltungsbereich des deutschen Grundgesetzes, sind de facto Enklaven. Dabei hatte das Bundesverfassungsgericht im Urteil des Zweiten Senats vom 15. Juli 2025 ( – 2 BvR 508/21 – ) zum Drohneneinsatz über Ramstein in seinen Leitsätzen ausdrücklich festgehalten: Der Bundesrepublik Deutschland „obliegt ein allgemeiner Schutzauftrag dahingehend, dass der Schutz grundlegender Menschenrechte und der Kernnormen des humanitären Völkerrechts auch bei Sachverhalten mit Auslandsberührung gewahrt bleibt“.

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Wie Israel versuchen könnte, die arabischen Staaten in den Iran-Krieg zu ziehen

Von Thomas Röper – 12. März 2026 08:00 Uhr

Der Iran-Krieg läuft nicht gut für die USA und Israel, weshalb Israel zu einer radikalen Lösung greifen könnte, um die arabischen Staaten auf seine Seite und gegen den Iran in den Krieg zu ziehen. Der Schlüssel wäre eine False-Flag-Operation [wie z. B. die Sprengung der al-Aqsa-Moschee].

Der Iran-Krieg läuft für Israel und die USA ganz und gar nicht nach Plan, auch wenn US-Präsident Trump trotzig verkündet, der Krieg liege sogar „vor dem Zeitplan“. Der Versuch der Angreifer, den Iran durch das Ausschalten seiner militärischen und politischen Führung zu „enthaupten“ und dann – nach dem Beispiel von Venezuela – dort eine den USA freundlicher gesonnene Regierung zu installieren, ist zumindest bisher gescheitert.

Die Verluste der USA sind ganz sicher höher als die offiziellen Angaben, wie alleine schon die Tatsache zeigt, dass das US-Krankenhaus in Landstuhl, das einzige Krankenhaus zur Behandlung von schwer verletzten US-Soldaten außerhalb der USA, alle zivilen Patienten an andere Krankenhäuser verwiesen hat, weil man offenbar mit einem starken Zustrom schwer verletzter US-Soldaten aus dem Golf rechnet.

Hinzu kommen die wirtschaftlichen und politischen Probleme, die die USA zu bekommen drohen (siehe hier und hier) und der Mangel an Luftabwehrraketen, weil die USA die iranische Gegenwehr offensichtlich unterschätzt haben. Und dass die US-Streitkräfte außerdem Probleme mit der Abwehr der iranischen Drohnen haben und daher ukrainische Spezialisten an den Golf geschickt werden sollen, kommt auch noch hinzu.

Interessant ist auch, dass vieles darauf hindeutet, dass es zwischen den Regierungen Israels und der USA handfeste Meinungsverschiedenheiten zu geben scheint. Nachdem bei einem Angriff ein großes Öllager in Teheran getroffen wurde, haben die USA von Israel gefordert, die iranische Ölindustrie nicht anzugreifen. Der Grund liegt auf der Hand: Die USA wollen das iranische Öl unter ihre Kontrolle bekommen, aber dazu nicht erst die iranische Ölindustrie neu aufbauen müssen.

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Zwingt der Iran die US-Marine im Hormus-Konflikt zur Kapitulation?

Von Jochen Mitschka – 12. März 2026

Unter dem Pseudonym Simplicius veröffentlichte ein Politikbeobachter eine These, welche im Widerspruch zu gängigen Analysen steht, wie die vom relativ neutralen Military Summary Channel, die davon ausgehen, dass die USA eine Bodenoffensive versuchen werden, um den Bereich um die Meerenge, die Straße von Hormus auf dem Gebiet des Iran von iranischem Militär zu „säubern“. Daher hier seine These.

Der Autor meint, dass die wichtigste Nachricht des Tages sei, dass der Iran die US-Marine in der Straße von Hormus mit Gewalt eingeschüchtert und zur Kapitulation gezwungen habe. „Doch zunächst sollten wir einen Schritt zurücktreten und anerkennen, dass die Revolutionsgarden in diesem Krieg offenbar alle Register ziehen. Sie spielen nicht länger Spielchen und sind nicht mehr kompromissbereit. Sie haben an Dynamik gewonnen, die militärische, politische und propagandistische Initiative ergriffen und nutzen ihren Vorteil nun aus.“

Simplicius kommt dann zu den Gründen, die seine These untermauern sollen. Er erklärt, dass es den „ganzen Tag über“ also am 12. März 2026, verschiedene Berichte gab, wonach die USA nun heimlich versuchten, den Iran – über Mittelsmänner – an den Verhandlungstisch zurückzubringen, nachdem sie das „selbstverschuldete Desaster“ in der Region erkannt haben.

Diesen Berichten zufolge habe der Iran alle Verhandlungsversuche brüsk zurückgewiesen und den offenen Konflikt weiter angeheizt. Irans Führung scheint im Grunde dasselbe erkannt zu haben wie die Russen im Verlauf des Ukraine-Krieges: dass ein „vorübergehender“ Waffenstillstand nutzlos ist und dem Feind nur Zeit verschafft, sich für eine zweite Runde neu zu rüsten.

Der Iran behaupte demnach, die USA drängten auf einen Waffenstillstand. Ali Larijani, Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, wird dann zitiert mit den Worten:

„Heute Abend erhielten wir über den omanischen Vermittler Nachrichten von US-Präsident Donald Trump mit der Bitte, einen Waffenstillstand auszuhandeln. Unsere Antwort lautet: Wir werden keine Verhandlungen akzeptieren, solange ein Gebilde namens Israel existiert.“

Die gesamte Region stehe nun in Flammen, wie von Warnern vorhergesagt. US-Truppen ziehen sich aus ihren Stützpunkten zurück, die arabischen Ölförderanlagen sind lahmgelegt, und niemand scheint einen Weg zu finden, den iranischen Druck zu stoppen. Alle Gerüchte deuten darauf hin, dass weder Israel noch die USA mit einem so intakten iranischen „Regime“ gerechnet hatten.

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