Der Wahnsinn in der EU: Hauptsache gegen Russland, gerne auch zum eigenen Schaden

Von Thomas Röper – 27. Februar 2025hr

Das Baltikum hat sich vom russischen Stromverbund gelöst und ist dem europäischen beigetreten, was über Nacht zu einer Verdoppelung der Strompreise geführt hat. In Frankreich will die Regierung die Menschen fragen, worauf sie bereit sind zu verzichten, um gegen Russland zu rüsten. Sind die in der EU alle bekloppt?

Der Hass auf alles Russische ist in der EU zu einer Manie geworden, die zur Vernichtung des Wohlstandes führt. Das ist längst bekannt und keine russische Propaganda, wie zwei aktuelle Meldungen wieder bestätigen.

Jean-Noёl Barrot, der französische Außenminister, sagte am 26. Februar in einer Sendung des Fernsehsenders BFMTV allen Ernstes:

„Die Anstrengungen, die wir unternehmen müssen und die mehrere Prozent des BIP in Anspruch nehmen werden, werden wir nicht mit Schulden finanzieren können. Wir werden sparen müssen, wir werden härter arbeiten müssen.“

Er regte an, es solle eine „nationale Diskussion“ geben, „die es den Franzosen ermöglicht, all diese Probleme zu begreifen und die Opfer zu wählen, die sie bereit sind zu bringen, um sie zu lösen“. Als Beispiel nannte Barrot Dänemark, wo „eine Debatte über Militärausgaben und die Notwendigkeit, mehr zu arbeiten, also das Mindestrentenalter auf 70 Jahre anzuheben, geführt wird“, und er fügte hinzu:

„Wir werden in Frankreich eine ähnliche Debatte führen, in der es um unsere Prioritäten und die manchmal schmerzhaften Anstrengungen gehen wird, die wir unternehmen müssen, wenn wir unsere Sicherheit gewährleisten, einen technologischen Rückstand vermeiden und andere Herausforderungen wie den Klimawandel bewältigen wollen.“

Im Baltikum ist man schon einen Schritt weiter, denn dort hat man sich am 9. Februar vom Stromnetz BRELL getrennt, in dem die baltischen Staaten mit Russland und Weißrussland verbunden waren, und man hat sich an das europäische Stromnetz angeschlossen. An dem Tag begannen die Strompreise im Baltikum zu explodieren. Kostete Strom im Januar im Schnitt etwa 90 Euro pro Megawattstunde, waren es im Februar schon 150 Euro, wobei darin noch die erste Februarwoche mit den niedrigen Preisen enthalten ist. Tatsächlich haben sich die Strompreise verdoppelt.

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