Warum die Trump-Regierung auf Konfrontationskurs mit Südafrika geht

Von Oleg Osipov/TASS (Übersetzung: Thomas Röper) – 20. März 2025

Die Trump-Regierung geht auf Konfrontationskurs mit Südafrika, stellt alle Hilfszahlungen für das Land ein und weist den südafrikanischen Botschafter aus. Was ist der Grund und welche Rolle spielt der in Südafrika geborene Elon Musk?

Die Trump-Regierung ist auf Konfrontationskurs mit Südafrika gegangen und begründet hat mit einem südafrikanischen Gesetz über Farmland. Das Farmland in Südafrika gehört fast ausschließlich weißen Farmern, die das Land zur Zeit der Apartheid bekommen haben. Da Weiße in Südafrika nur eine kleine Minderheit darstellen, sieht die südafrikanische Regierung hier eine historische Ungerechtigkeit und hat ein Gesetz erlassen, das unter bestimmten Umständen die Enteignung weißer Farmer gegen Entschädigung vorsieht.

Die Trump-Regierung bezeichnet das als Rassismus und begründet ihr Vorgehen gegen Südafrika vor allem mit diesem Gesetz.

Elon Musk ist gebürtiger Südafrikaner und ein altbekannter Kritiker der südafrikanischen Regierung, weshalb man durchaus davon ausgehen kann, dass sein Einfluss auf Trump nicht ganz unschuldig an der anti-südafrikanischen Politik der Trump-Regierung ist.

Aber die tatsächlichen Gründe dürften tiefer sitzen, denn Südafrika ist Mitglied der BRICS, der Trump offen droht, falls sie ein Alternative zum Dollar zur Verrechnung des internationalen Handels einführt. […] Ich habe ich mir die BRICS-Länder und ihren Handel mit den USA angeschaut, um zu analysieren, welche dieser Länder von etwaigen US-Zöllen am schwersten betroffen wären.

Südafrika steht dabei nicht in der ersten Reihe, aber trotzdem wickelt Südafrika sieben Prozent seines Handels mit den USA ab, ein Wirtschaftskrieg der USA gegen Südafrika wäre für das afrikanische Land zwar nicht fatal, aber durchaus schmerzhaft. Da Südafrika das wirtschaftlich wohl schwächste Land der BRICS ist, könnte das also auch der Versuch der Trump-Regierung sein, den BRICS insgesamt zu schaden, indem sie das schwächste Glied angreift.

Da die Trump-Regierung nun den südafrikanischen Botschafter des Landes verwiesen hat, hat ein Analyst der russischen Nachrichtenagentur TASS einen Artikel („Alte Ressentiments: Warum haben die USA den südafrikanischen Botschafter zur Persona non grata erklärt?“) über den Konflikt zwischen den USA und Südafrika geschrieben, den ich übersetzt habe, weil er viele interessante Details enthält.

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